Der Schießleiter Lehrgang ist verbandsneutral, da sich nur der Inhalt der Sportordnung/Sporthandbuch zwischen den einzelnen Verbänden unterscheidet.
Der Kurs beinhaltet alle gesetzlichen Vorgaben für die "verantwortliche Aufsicht" und den "Schießleiter".
Unterschiede zu verbandsspezifischen Ausbildungen
Während verbandsspezifische Ausbildungen – etwa von DSB, BDS oder BDMP – auf die jeweiligen Regelwerke und Wettbewerbsordnungen eingehen, konzentriert sich die verbandsneutrale Schießleiter-Ausbildung auf die universellen Sicherheits- und Organisationsaspekte.
Das bedeutet:
- Sie ist nicht an eine Sportordnung gebunden.
- Sie vermittelt gesetzlich relevante Grundlagen, die für alle Verbände gültig sind.
- Sie eignet sich besonders für Vereine mit gemischter Mitgliederstruktur, die nicht einem einzigen Verband angehören.
Der Fokus liegt auf Praxisnähe, Sicherheit und Rechtskonformität. Damit ist sie auch eine gute Ergänzung für bereits erfahrene Schützen, die ihre Kenntnisse erweitern oder auf neutraler Basis anerkennen lassen möchten.
Inhalt:
Theorie:
Folgende Kenntnisse im Umgang mit Waffen und Munition, des Waffenrechts, Beschussrechts und anhängende Rechtsvorschriften, werden aktualisiert und intensiviert.
- 27 WaffG (Schießstätten, Schießen durch Minderjährige auf Schießstätten)
- 6 AWaffV (Vom Schießsport ausgenommene Schusswaffen)
- 7 AWaffV (Unzulässige Schießübungen im Schießsport)
- 9 AWaffV (Zulässige Schießübungen auf Schießstätten)
- 10 AWaffV (Aufsichtspersonen; Obhut über das Schießen durch Kinder und Jugendliche)
- 11 AWaffV (Aufsichten)
- 12 AWaffV (Überprüfung von Schießstätten)
Waffenkunde und Waffentechnik
Kenntnisse über die sichere Handhabung von Waffen oder Munition einschließlich ausreichender Fertigkeiten im Schießen mit Schusswaffen, sowie auf waffentechnischem Gebiet Kenntnisse über Schusswaffen (Langwaffen, Kurzwaffen und Munition) hinsichtlich Funktionsweise, sowie Innen- und Außenballistik, Reichweiten und Wirkungsweisen von Geschossen. Handhabung der Sportordnung/Sporthandbuch des BDS, DSB und BdmP.
Neben den theoretischen Kenntnissen, wird in einem praktischen Teil ausreichenden Kenntnisse und Fertigkeiten in der Handhabung von Waffen gefordert.
Teil der Praxis wird ebenfalls die Planung eines Wettkampfes beinhalten sowie die möglichen und erforderlichen Erste Hilfe Maßnahmen bei einer Schußverletzung.
Voraussetzung:
min. 5 Teilnehmer
Zur Anmeldung wird eine Kopie der Waffensachkunde erforderlich (Der Lehrgangsträger muß eindeutig erkennbar sein)